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Heftnummer 173 bestellen
 
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 P S Y C H O L O G I E  

 
Scheiden tut weh …
 
Trennungen und Abschiede astrologisch gesehen
 
von Barbara Egert 
 

Wir stehen am Bahnhof, der Zug fährt gleich ein. Gehen die Zeiger der grossen Bahnhofsuhr nicht schneller und schneller? Wie kurz kann eine Minute sein! Gleich heisst es Abschied nehmen von einem lieben Menschen. Wir muntern uns gegenseitig auf, dass wir uns ja bald wiedersehen, telefonieren können, aber die Tränen laufen trotzdem. Und wer weiss schon wirklich, was geschehen wird? Jederzeit kann alles passieren, und aus dem kleinen Abschied kann ein Abschied für immer werden. In solchen Augenblicken erlebt man die Trennung hautnah. Warum es in manchen Leben so unerträglich viele Abschiede und Trennungen gibt und in anderen sich diese leidvollen Erfahrungen in Grenzen halten, kann man zwar astrologisch einem Horoskop entnehmen, aber den Schmerz des Abschieds und der Trennungen nimmt einem das nicht. Dennoch hilft das Verständnis des eigenen Horoskops, den Schmerz besser einzuordnen.

Barbara Egert geht in ihrem Artikel über Trennungen und Abschiede zuerst auf verbreitete, eher oberflächliche Meinungen zu einzelnen Horoskopfaktoren ein – etwa jene, dass luftbetonte Menschen generell leichter Abschied nähmen – und zeigt, dass das Thema vielschichtiger ist und genauer betrachtet werden muss. Sie weist auf die oftmals vergessene Wichtigkeit der Mond-Stellung hin, weil ja das Thema «Trennung» immer mit Gefühlen verbunden sei. Ein starker Saturn wiederum könne helfen, mit dem schwierigen Trennungsschmerz durch sein Wissen um die Endlichkeit allen Seins besser umzugehen, dieser Planet könne aber auch bei weniger reifen Menschen die Verdrängung der Gefühle fördern, bis diese in einem plötzlichen Dammbruch mit Macht über einen hinabstürzten.

Im Hauptteil ihres Artikels untersucht die Autorin einzelne Planeten hinsichtlich ihrer Bedeutung bei schwierigen Trennungssituationen: Neptun, Pluto, Saturn und Uranus. Neptunier beispielsweise – besonders solche mit Neptun-Aspekten zu den persönlichen Planeten oder einem stark besetzten zwölften Haus – sollten wie Nomaden immer einen (symbolischen) Teppich bei sich haben, der ihnen ein Gefühl der Geborgenheit, Stabilität und Zugehörigkeit gebe, welches sie besonders in Abschiedssituationen so dringend bräuchten. Mit Pluto könne wohl ein destruktiver, zerstörerischer Einfluss im schwierigen Trennungsschmerz Raum gewinnen, gleichzeitig gehe mit diesem Planeten aber auch ein fast grimmiger Wille einher, der die Kraft für das Überstehen schwierigster Situation verleihe, sodass man sich später selber frage, wie man das nur geschafft hat?

Im letzten Abschnitt ihres Beitrags beschäftigt sich Barbara Egert mit dem tieferen Sinn von Trennung und Verlust. Gerade die Kenntnis des eigenen Horoskops kann hier hilfreich sein. Für die Bewältigung der schmerzhaften, manchmal traumatischen Erfahrung, so sagt die Autorin, gebe es verschiedene Strategien: Die einen würden sich zurückziehen und fänden in sich die Kraft zur Regeneration, die andern suchten die Hilfe im Gespräch, dem Mit-Teilen mit Freunden.
 


Barbara Egert, geprüfte Astrologin DAV, jahrzehntelange Astrologieerfahrung, lebt und arbeitet in Berlin; Bücher: «Hochsensibilität im Horoskop» (2012), «Krisen im Horoskop erkennen» (2011), «Kindheitserfahrungen im Horoskop» (2009), «Wenn die Kindheit Schatten wirft. Beziehungen. Hochsensibilität. Narzissmus» (2014); ständige Mitarbeiterin von ASTROLOGIE HEUTE, E-Mail: Barbara Egert

 

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