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B Ü C H E R S C H A U

 
 

Schicksalhafte Verstrickungen
 
Uwe Sonnenschein
Clanschicksale
Mit Astrologie Familienverstrickungen lösen

Pb, 148 S., € 15,90 / sFr. 19,88 fPr
Shaker Media, D-Aachen 2013

     

Passend zum Saturn-Transit durch das Skorpion-Zeichen hat Uwe Sonnenschein das Buch Clanschicksale veröffentlicht. Darin geht es um schicksalhafte Verstrickungen innerhalb von Familien, die mit Hilfe der Astrologie aufgedeckt und therapiert werden können – ein Thema, das gut den tiefgründigen Charakter von Saturn in Skorpion widerspiegelt.

Schwerpunkt des schmalen Bandes sind Fallstudien zu verschiedenen familienspezifischen Themen (zum Beispiel Sucht, Macht, Ohnmacht), anhand derer Sonnenschein die astrologischen Bezüge aufschlüsselt. Höhepunkt ist hierbei die Untersuchung eines Familienstammbaums über sieben Generationen hinweg. Anschliessend stellt der Autor typische Familienthemen vor, die häufig in Zusammenhang mit den äusseren Planeten (Jupiter bis Pluto) sowie den Mondknoten auftreten.

Dieses Buch ist durchaus eine gelungene Einführung ins Thema, wirklich Neues vermisst man allerdings ein wenig. Oder um einen Vergleich aus dem Eiskunstsport zu bemühen: Die Pflicht hat Sonnenschein mit Bravour bestanden, allein die Kür lässt noch auf sich warten …

–Jörg Petersen




Kreativ in Bildern denken
 
Thomas Künne & Monika Heer
Fabelhafte Astrologie

78 Tierkreis-Archetypen zum Leben erwecken

geb., 294 S., €-D 24,90 / €-A 25,60 / sFr. 35,50 fPr
Chiron Verlag, D-Tübingen 2014

 

Ein Bild sagt mehr als hundert Worte. Bildhafte Sprache ist eine Bereicherung in der Astrologie. Nun hat Thomas Künne zu jeder möglichen Kombination der astrologischen Archetypen eine Tierfabel gedichtet. Die Dialoge der jeweiligen Tiere in Fabelhafte Astrologie sind sehr kreativ und originell. Jedes Tier verhält sich dabei archetypisch nach seinem Tierkreiszeichen. «Erkenne das Tier in dir und werde Mensch!», schreibt Thomas Künne. Monika Heer ergänzt jede Tierfabel durch eine fachlich sehr kluge Deutung dieser Kombination, aus welcher die reiche praktische Erfahrung dieser Astrologin herausleuchtet.

Eine hilfreiche Einführung erläutert das Wesen der astrologischen Zeichensprache und gibt wunderbare Anregungen, wie dieses Werk zu nutzen ist. Bestimmte Tierkreiskombinationen werden als schwieriger dargestellt – da nach Auffassung des Rezensenten alle Konstellationen gleichwertig sind, wäre zu wünschen, dass Leser, die sich davon betroffen fühlen, diese Darstellungen nur als eine Möglichkeit lesen. Sie können sich dann an die von Monika Heer ebenfalls beschriebenen Lösungsvorschläge halten.

Wer gerne in Bildern denkt und bereit ist, sich von kreativen Geschichten anregen zu lassen, braucht dieses Buch. Wer die Symbolkombinationen lernen möchte, wird mit der «fabelhaften Astrologie» ohne trockenes Auswendiglernen lustvoll lesend glücklich sein.

–Ernst Ott
 



Hilfestellung im Leben
 
Wulfing von Rohr
Engel im Horoskop
Mit den zwölf Tierkreisengeln und ihren Botschaften

geb., 160 S., €-D 14,95 / €-A 15,40 / sFr. 21,90 fPr
Chiron Verlag, D-Tübingen 2013

 

In einer schwierigen Zeit, in der der Mensch nach Lösungen sucht, kann der Blick auf andere Ebenen eine Hilfestellung im Leben sein. Ein nicht sichtbarer Bereich ist das Wirken der Engel in unserem Leben. Der Autor des Buches Engel im Horoskop, Wulfing von Rohr, hat sich mit diesem Bereich auseinandergesetzt und zu jedem Tag ein Bild der Engel beschrieben. Dieses Bild ist wie eine Metapher zu verstehen. Sie wirkt auf der Seelenebene und zeigt uns, welche Unterstützung in welcher Form für uns von der Engelebene da ist.

Wer sich in der Astrologie schon mit den sabischen Symbolen auseinandergesetzt hat, kennt diese Art der Bilder, die tief in der Seele wirken. Von Rohr erläutert den Blick auf die Engel, wie sie zu begreifen und zu erfassen sind. Seine Bilder sind kurze Beschreibungen, die aber auf einer tiefen Ebene im Menschen wirken, wo das Wirken der Engel beginnt.

Mit dem Geist ist nun auch das Bild zu erfassen, und so können seelische und geistige Ebenen zusammen erfahren werden. Die Leser erfahren viel über die Qualitäten der zwölf Tierkreisengel und ihre Botschaften. So wird es möglich, das Wirken der Engel im Alltag zu spüren und zu erkennen.

Lydia Wentzel
 




Modern, mitunter grossstädtisch-locker 
 
Petra Dörfert
Wann kommt endlich der / die Richtige?
Mehr Klarheit in Beziehungsfragen mit der Partnerschaftsastrologie

Pb, 368 S., €-D 28,00 / €-A 28,80 / sFr. 38,50 fPr
Books on Demand, D-Norderstedt 2013

 

Viele astrologische Beratungen und Veröffentlichungen widmen sich der Frage nach der Partnerschaft oder dem passenden Partner. Ein Dauerbrenner jedenfalls in unseren Zeiten der Selbstverwirklichung und gelockerten Bindungen. Die Berliner Heilpraktikerin und vielseitige Astrologin Petra Dörfert hat ihre  Erfahrungen und Einsichten glücklicherweise in ein Buch gegossen mit dem wahrlich passenden Titel Wann kommt endlich der / die Richtige? Die Autorin bietet uns darin einen eindrucksvollen Ausflug in die Leistungsfähigkeit einer vielschichtigen Partnerschaftsastrologie, ganz nahe am Puls unserer Zeit und der Mitmenschen, wie man überall bei ihr spürt.

Konkret startet das Buch mit einleitenden Kapiteln zu astrologischen Grundlagen wie den Planeten, Aspekten oder verletzten Planeten. Ebenso zeigt sie uns die Qualitäten der Tierkreiszeichen beim Thema Liebe, aufgefächert nach Stichworten wie Beziehungsleben, wie geht er ran, Sex und Treuefaktor, Familie oder Trennungsfall. Besonders das Stichwort Fit fürs 21. Jahrhundert? führt uns hautnah in die teils verwickelte, ganz aktuelle Gegenwart mit ihren Anforderungen durch neue Ideale und Widersprüchen gegenüber klassischen Rollen. Ein bedeutender Punkt aller Partnerschaftsastrologie ist zudem das immer noch funktionierende, aber nicht konfliktfreie Eigen- und Suchbild der Geschlechter, das die Autorin ebenso beleuchtet. Die Frauen sitzen dabei sozusagen immer noch fast automatisch auf den archetypisch weiblichen Planeten Mond sowie Venus und suchen immer noch fast automatisch bei den Männern die Qualitäten der archetypisch eher männlichen Planeten Sonne und Mars, bei Männern entsprechend umgekehrt – ein tradiertes Geschlechter-Muster keineswegs aus der Vergangenheit, es lebt immer noch ganz vital hinter teils neuen Fassaden mitten unter uns, wie Petra Dörfert ausdrücklich notiert.

Im Hauptteil finden wir schon die zwölf Horoskophäuser samt ihren Arten der Liebe und Partnerschaft inklusive den Chancen wie Herausforderungen durch anwesende Planeten und die Häuservernetzungen. Dann sind wir schon bei den Problemzonen, wie Dörfert es nennt, die persönlichen Planeten in Aspekten zu den Planeten ab Jupiter bis Pluto mit ihren typischen Mustern und Projektionen. Ein weiterer grosser Baustein im Buch ist das Kapitel zur Synastrie und ihrer Deutung, dem sich die Ausführungen zu Combin und Composit anschliessen. Die Deutung und Bedeutung der Transite finden sich im letzten grossen Abschnitt des Buches.

Im ganzen Buch erwarten uns daneben insgesamt zehn Arbeitsaufgaben, denn die Autorin erzählt und schreibt nicht nur einfach, sie fordert und fördert die Leser ebenso durch sogenannte Arbeitsschritte. Dort spricht sie uns ganz handfest an und gibt uns intensive Aufgaben, zum Beispiel zu untersuchen, ob unser jeweiliges Eigenbild entlang des Geburtshoroskopes mit womöglich kaum zu lösenden Widersprüchen behaftet ist.

Das Buch ist ein Hand- wie Arbeitsbuch der Partnerschaftsastrologie zugleich und Dörfert führt uns oft genug humorvoll durch das ungemein gut strukturierte und abgestimmte Werk. Hier sitzt jeder Satz und jedes Wort. Souverän wie wenige vereint sie hervorragende Astrologie-Kenntnisse, stupende Erfahrung und eine wohltuende Nüchternheit mit innovativen Ideen. Eingängig und modern, mitunter grossstädtisch-locker geschrieben, überschreitet die Autorin zudem bei Gelegenheit problemlos den westlichen Astrologie-Horizont, wie sie S. 166 von ihren Erfahrungen mit Horoskopen aus traditionellen Kulturen kurz berichtet. Für Einsteiger mit guten astrologischen Grundkenntnissen wie Erfahrene und Fortgeschrittene gleichermassen sehr geeignet, wünsche ich dem Titel eine zweite Auflage, denn in der aktuellen Ausgabe wirken Gestaltung und Schriftbild etwas eintönig-grau und schlicht.

–Andreas Schmitt
 

 

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