HOME ASTRODATA BÜCHER SFER
Artikel drucken


Die Schweiz auf der Suche nach einer neuen Identität
 
von Claude Weiss

24. Februar 2009

  klicken Sie um das Bild zu vergrössern
 
Fig. 1
Abend der dringlichen Bundesrats-Sitzung
18.2.2009, 19.45 LT, 18.45 GT
Bern, CH (46N57, 7E26)
Koch


   klicken Sie um das Bild zu vergrössern
 
Fig. 2
Schweiz
12.9.1848, 11.12 LT, 10.42 GT
Bern, CH (46N57, 7E26)
Koch



  klicken Sie um das Bild zu vergrössern
  Fig. 3
Schweiz: Progressionen für Februar 09
(Progr. 18.2.2009)
12.9.1848, 11.12 LT, 10.42 GT
Bern, CH (46N57, 7E26)
Koch


   klicken Sie um das Bild zu vergrössern
  Fig. 4
Schweiz: Progressiver Neumond in Fische
(Progr. 25.4.2012)
12.9.1848, 11.12 LT, 10.42 GT
Bern, CH (46N57, 7E26)
Koch


   klicken Sie um das Bild zu vergrössern
  Fig. 5
UBS: Ankündigung Fusion
8.12.1997, 7.00 LT, 6.00 GT
Zürich, CH (47N22, 8E32)
Koch
Mit der „Swissness“ ist es zurzeit nicht gut bestellt. Die Kurse von Swiss Re und Swiss Life liegen infolge ungeschickter Auslandinvestitionen am Boden, und Swiss Re kann froh sein, vom amerikanischen Investor Warren Buffet eine Finanzspritze erhalten zu haben, während Swiss Life sich überlegt, ihre Auslandbeteiligungen zurückzufahren. Wenig zu reden gibt hingegen die Swiss, die sich wohlweislich schon früh in die rettenden Arme der deutschen Lufthansa begeben hat, um dem Kollaps zu entgehen. Die UBS (United Bank of Switzerland) musste hingegen – in Ermangelung anderer Geldgeber – von der Schweizerischen Eidgenossenschaft, d.h. den Schweizer Steuerzahlern, vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Damit gerät die Schweiz mit ihren überdimensionierten Grossbanken in eine problematische Sippenhaft, was sich in den letzten Tagen auch darin zeigte, dass die Schweizer Regierung über die Finma (neu geschaffene eidgenössische Finanzmarktaufsicht, die seit dem 1. Januar 2009 u.a. die bisherigen Aktivitäten der eidgenössischen Bankenkommission wahrnimmt) in Sachen UBS einen problematischen Vergleich zwischen der UBS und den amerikanischen Justizbehörden guthiess. Auf die enge Verbindung zwischen dem Horoskop der Schweiz und der UBS soll im Folgenden noch eingegangen werden.

Wie es scheint, musste der Bundesrat in dieser Sache am frühen Mittwochabend vom 18. Februar in Eile zusammentreten, um – wie es die NZZ in ihrer Ausgabe vom 19. Februar festhielt – „mit dem Rücken zur Wand“ auf ein amerikanisches Ultimatum einzutreten, in welchem andernfalls mit dem Entzug der Banklizenz der UBS in den USA gedroht wurde. Längst hat somit die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise die Schweizer Politik im Griff, ein Vorgang, der bereits mit dem 68-Milliarden-Rettungspaket der Eidgenossenschaft vom Oktober 2008 für die taumelnde Grossbank – der am 8. Dezember abgesegnet wurde – seinen Lauf nahm.

Die aufwühlenden Tage vom 18. – 20. Februar 2009

Dass die Hektik in der Schweizer Regierung am Abend des 18. Februar einen Höhepunkt erreichte, erstaunt nicht, wenn man das Horoskop für den Abend (in Fig. 1 für den 18.2.2009, 19.45 Uhr, Bern) zum Horoskop der Schweiz (Fig. 2) in Bezug setzt. Die die ganze gegenwärtige Zeit prägende Saturn/Uranus-Opposition auf 20 – 21 Grad Jungfrau/Fische, die soeben am 5. Februar wieder exakt wurde, kommt genau auf die Sonne/Mondknoten-Saturn-Opposition der Schweiz zu liegen, und sie wird am Mittwochabend zwischen 18.00 – 20.00 Uhr ebenso exakt durch den laufenden Mond ausgelöst und kurz vor 20.00 Uhr in Bern auch durch die Hauptachsen (Fig. 1). Damit werden die politischen Führungsstrukturen (Sonne im 10. Haus), aber auch die beim Schweizer Volk tiefliegende Angst, vom Ausland kontrolliert und bestimmt zu werden (Saturn am absteigenden Mondknoten in Fische im 4. Haus) aktiviert: Eine unbequeme Situation, die damit zu tun hat, dass man bisher versuchte, ausländischen (amerikanischen) Steuerflüchtlingen Schutz zu gewähren (Saturn in Fische im 4. Haus) und diese nun im Regen stehen lässt. Dass es dabei um Geld (Bankgeheimnis) und Diplomatie geht, zeigt sich aus der Quadratur der laufenden Pluto/Lilith-Konjunktion zur Mars/Venus-Konjunktion in Waage des Horoskops der Schweiz. Im 11. Haus sind damit auch die Verbindungen zu befreundeten Nationen betroffen. Nun setzt sich der Stärkere (die USA) durch, und man muss klein beigeben. Dies ist jedoch gleichzeitig das Resultat versäumter, rechtzeitiger diplomatischer Anstrengungen, indem gewartet wurde, bis einem mit Pluto Quadrat Mars das Messer an den Hals gesetzt wurde. Auffallend ist natürlich auch, dass die laufende Lilith/Pluto-Konjunktion – im Quadrat zur Mars/Venus-Konjunktion der Schweiz – im Schweizer Horoskop ihren Widerhall in der Stellung der Lilith im vom Pluto regierten Skorpionzeichen findet, wozu der sonst unaspektierte und eingeschlossene Jupiter im 9. Haus ein Quadrat bildet, was für eine Lilith im 12. Haus rechtliche Anfeindungen aus dem Ausland bedeuten kann. Die Entsprechung der Lilith als „Fallbeil“ kommt dabei zum Tragen, und der Eindruck ungeschickt wirkender Akteure auf Schweizer Seite lässt sich nicht so leicht aus dem Weg räumen.

Bekanntlich symbolisiert im Weiteren Pluto neben Schulden Krise, Tod und Transformation, und auch dies lässt sich im Schweizer Horoskop mit dem Quadrat zu Mars und Venus ohne Schwierigkeiten nachvollziehen: So waren die letzten Monate des Jahres 2008 geprägt vom Ausscheiden des bisherigen Verteidigungsministers Samuel Schmid (Mars) wegen fehlerhafter Personalentscheide im Zusammenhang mit einem Fall sexueller Belästigung durch den Armeechef, während der Finanzminister Rudolf Merz (Venus) wegen eines Krankenhausaufenthaltes nach einem Kollaps beim Entscheid für das 68-Milliarden-Rettungspaket für die UBS nicht mitreden konnte. Die Erklärung für Versäumnisse im Umgang mit den USA könnte dementsprechend zumindest teilweise auch auf mangelnde personelle Präsenz zurückzuführen sein.

Dies alles trifft die Schweiz zu einer Zeit, während welcher der laufende Chiron – im eingeschlossenen 3. Haus transitierend – ein Quadrat zur AC/DC-Achse macht. Das kann Schwachstellen durch mangelnde Kommunikation anzeigen. Unter einem solchen Aspekt erscheint es auch verständlich, dass es im Land (nicht mehr nur linke) Kreise gibt, die eine Reinigung und Heilung durch Aufgabe des Bankgeheimnisses in seiner bisherigen Form fordern, während andere dies als „Verrat“ bezeichnen, weil man damit dem „Feind“ in die Hände spielt.

Tatsache ist jedenfalls, dass sich die Schweiz zurzeit nicht in einer starken Position befindet. Das Pluto-Quadrat zur Venus des Landes dauert noch bis Ende 2010, und der Druck mit dem laufenden Saturn auf der Venus des Landes zwischen Ende 2009 und September 2010 dürfte die Spannung noch zusätzlich verstärken, dies in Verbindung mit unerwarteten Entwicklungen, wenn Uranus Mitte 2010 erstmals eine Opposition zum Mars und bis 2012 zur Venus des Landes bildet. Somit berührt die kardinale Klimax der nächsten Jahre ganz direkt die Mars/Venus-Konjunktion des Schweizer Horoskops.

Die progressive Sonne der Schweiz im Fischezeichen

Es gibt jedoch noch weitere Zusammenhänge, die beunruhigend sind und vielleicht auch eine Erklärung liefern, warum die Tage vom 18. – 20. Februar sich für die Schweiz aufwühlend gestalteten: Seit Anfang 2008 ist die progressive Sonne der Schweiz ins Fischezeichen getreten, und sie hat im letzten August den Radix-Neptun der Schweiz auf 0.41 Grad Fische passiert. Nun befindet sie sich zwischen Radix- und progressivem Neptun (siehe Fig. 3), wobei sie letztere Stellung im März 2010 überschreitet. Danach läuft sie bis 2012 auf das Quadrat zur progressiven Lilith zu, welches in maximaler Intensität mit einem progressiven Neumond auf 4 Grad Fische im Frühjahr 2012 erreicht wird (Fig. 4). Dies erscheint umso bedeutungsvoller, als sich der vorgeburtliche Neumond der Schweiz auf 5 Grad Jungfrau befindet, in recht exakter Opposition zum baldigen progressiven Fische-Neumond. Werden wir bis dann hinsichtlich Jungfrau/Fische-Qualitäten auf eine neue Identität des Landes zusteuern? Dass die Ereignisse vom 18. – 20. Februar damit zusammenhängen könnten, zeigt die Tatsache, dass die laufende Sonne am 18. Februar ins Fischezeichen trat und am nächsten Tag eine Konjunktion mit der progressiven Sonne der Schweiz bildete.

Die progressiven Konstellationen der Schweiz zeigen im Übrigen, dass nicht nur transitär zurzeit ein Quadrat des laufenden Pluto zum Mars der Schweiz gebildet wird, sondern ein sich anbahnendes progressives Quadrat zwischen Mars und Pluto in diesen Tagen und Wochen durch den progressiven Mond aktiviert wird (Exaktheit erlangt das progressive Mars/Pluto-Quadrat im Jahre 2012, kurz nach dem in Fig. 4 abgebildeten progressiven Neumond). Aber auch die sich ab 2010 anbahnende transitierende Venus/Uranus-Konstellation (Opposition des laufenden Uranus zur Venus der Schweiz ab 2010 und exakt 2011 – 2012) findet in den Progressionen ihren Widerhall, indem die progressive Venus zwischen 2011 und 2013 eine Konjunktion, zuerst zum progressiven und dann zum Radix-Uranus bildet. Entspricht dies einer grundlegenden Revision und Veränderung des Bankgeheimnisses und der Beziehungen zum Ausland? Es ist kaum denkbar, dass ein solcher Doppelaspekt – transitär und progressiv – nicht mit einer grundlegenden Überholung des Verhältnisses zu Geld, Finanzen, Steuern und Diplomatie einhergeht. Eine lange Geschichte Schweizer Wohlstandes und Umgangs mit Venus-Themen, wie sie über die folgenden Entsprechungen zum Ausdruck kommt, muss mit neuen Augen betrachtet werden: Neutralität im Anschluss an die Schlacht von Marignano, Schweizer Söldner in fremden Diensten, die Geld nach Hause schickten, Sitz des Roten Kreuzes und internationaler Organisationen, Friedensvermittlungen, Zentrum für Schokolade-Produktion und schliesslich Land der Banken und Versicherungen mit weltweit grösstem Anteil ausländischer Offshore-Guthaben (27 % der grenzüberschreitenden Vermögensverwaltung), ausgeprägtem Steuerwettbewerb und Steuerprivilegien für reiche Ausländer.

Im Moment entzündet sich die Venus-Thematik am Bankgeheimnis. Dazu meint Felix E. Müller in der NZZ am Sonntag vom 22. Februar 2009 in einem Artikel Wer zu lange zuwartet, den bestraft das Leben: „Der Druck auf das Bankgeheimnis nimmt seit längerem zu. Doch Bankiers und Politiker haben es verpasst, effektiv nach neuen Lösungen zu suchen.“

Dabei handle es sich um eine Lebenserfahrung, die man meist schon als Kind auf dem Pausenplatz macht: „Der Kleinere sollte sich hüten, den Grösseren zu reizen.“ Die UBS meinte es aber besser zu wissen. „Sie unterlief mit wenig Skrupel die Steuergesetze der USA und muss nun bitter dafür büssen.“ In einer solchen Situation kann die kleine Schweiz nicht mit Sympathien rechnen. Die Politiker und die UBS haben aus der Affäre um die Holocaustgelder nichts gelernt. Gut zehn Jahre später steckt die Schweiz in einer vergleichbaren Zwangssituation. Der Bundesrat ist nun gefordert und muss aktiv werden, um Schlimmeres zu verhüten. Dazu muss eine verlässliche, effiziente Amtshilfe gewährleistet werden, „die garantiert, dass alle Fälle zum Beispiel innert drei Monaten erledigt sind.“ Die Dinge auszusitzen, wie der Bundesrat dies bisher tat, ist in der gegenwärtigen Situation nicht mehr möglich.

Schweiz, UBS und „American Connection“

Bereits seit vielen Jahren und zuletzt im Artikel Bewegte Zeiten für die Schweiz (Astrologie Heute Nr. 132, April/Mai 2008) verweisen wir auf die starke Verbindung zwischen dem Horoskop der UBS, jenem der USA und dem Solar der Schweiz: Die UBS (Fig. 5) weist mit einem Aszendenten Anfang Schütze (in Konjunktion mit Pluto) faktisch das gleiche Häusersystem auf wie das Horoskop der USA. Im Jahre 1997, als die heutige UBS durch Fusion des Schweizerischen Bankvereins und der Schweizerischen Bankgesellschaft entstand, zeigte das Solarhoroskop der Schweiz ebenfalls einen Aszendenten Anfang Schütze. Dies bedeutet, dass jedes Jahr häusermässig die Schweiz und die UBS das gleiche Solar aufweisen. Die dadurch entstandene „Schicksalsgemeinschaft“, die man aus heutiger Sicht vielleicht treffender als „Sippenhaft“ bezeichnen könnte, kam bereits über gut dokumentierte Episoden Schweizer Krisen zum Ausdruck:

Damit die UBS ab 1998 in den USA tätig werden konnte, musste die leidige Geschichte der nachrichtenlosen Holocaustgelder bereinigt werden. Ansonsten drohten vonseiten der USA wirtschaftliche Sanktionen, die nicht nur die Banken, sondern auch andere in den USA tätige Schweizer Unternehmen betroffen hätten. Eine Einigung zwischen den USA und der Schweiz kam unter aktiver Mitwirkung der UBS am 13. August 1998 zustande.

Die nächste Krise bahnte sich für die Schweiz im Herbst 2001 mit dem Zusammenbruch der Swissair an. Auch in diesem Zusammenhang spielte die UBS mit ihrem Präsidenten Marcel Ospel eine wichtige Rolle.

Die UBS und Marcel Ospel kamen dann im Zusammenhang mit der amerikanischen Hypothekenkrise und einem übermässigen Engagement der Bank in Schrottpapiere 2007 erneut in die Schlagzeilen. Inzwischen hatte Ospel die Bank verlassen, aber die UBS machte erneut von sich reden, als sie mit der Bitte um ein Hilfspaket an die Schweizerische Eidgenossenschaft gelangte, welches am 8. Dezember 2008 – exakt am Geburtstag und Solartag der UBS – von den Eidgenössischen Räten gutgeheissen wurde. Es folgten die Auseinandersetzungen um die vonseiten der unter Staatshilfe stehenden UBS gewährten Boni, und schliesslich das Ultimatum der USA, welches den Bundesrat angeblich zwang, nachzugeben und dabei rechtsstaatliche Grundsätze auszuhebeln.

Das Horoskop der UBS ist in Fig. 5 aufgezeichnet. Dazu schrieb ich im oben erwähnten Artikel von Astrologie Heute hinsichtlich Verbindung zwischen Schweiz, UBS und USA Folgendes:

Aufmerksamen Lesern mit Kenntnis der Horoskope wichtiger Nationen mag aufgefallen sein, dass das Horoskop der UBS – wie auch das damalige Solar der Schweiz – das gleiche Häuserhoroskop aufweist wie jenes der USA, jedenfalls in der von uns verwendeten Version von Barry Lynes mit dem AC auf 7 ½ Grad Schütze und dem MC auf 25 Grad Jungfrau. Diese Übereinstimmung veranlasste mich im Herbst 1999 in einem Beitrag zum Horoskop der UBS im UBS-Mitarbeitermagazin OUR TIMES (erschienen im Dezember 1999) zu folgendem Kommentar:

„Die neue UBS kündigt sich mit Aszendent und Sonne im Schütze-Zeichen mit weitreichenden Plänen an. Es wird international eine wichtige Position angestrebt, wobei die Übereinstimmung des Aszendenten mit jenem der USA darauf hinweist, dass diesem Markt besondere Bedeutung zukommt. Die Anwesenheit des Pluto auf dieser Stelle zeigt im Weiteren an, dass die Geburt nicht ganz einfach sein wird und Schwierigkeiten gerade vonseiten der USA zu überwinden sind. [...] UBS kommt dabei Erfindungsreichtum und eine Fähigkeit zu unkonventionellem und unorthodoxem Vorgehen zugute (Uranus und Jupiter im 3. Haus). Allerdings interessiert sie sich mehr für grosse Entwürfe als für Routineangelegenheiten. Dies verspricht zwar Wachstum sowie eine erfolgreiche Nutzung neuer Marktchancen und moderner Kommunikationsmittel – es kann jedoch auch zu einer Sprunghaftigkeit führen, die Menschen verunsichert, die Kontinuität lieben. [...] So zeigt das Horoskop an, dass es sinnvoll sein wird, neben dem Entwerfen grosser, zukunftsträchtiger Projekte und Visionen auch den organisatorischen Details der alltäglichen Verrichtungen vermehrt Beachtung zu schenken.“

Aus heutiger Sicht müsste man beifügen, dass nicht nur den „organisatorischen Details“, sondern auch den Kontrollmechanismen mehr Beachtung hätte geschenkt werden müssen. Das übermässige Engagement in fragwürdige Finanzprodukte des US-Marktes ohne angemessene Risikokontrolle hat sich letztlich als verheerend erwiesen, wobei die Konsequenzen dieser Fehlinvestition in ihrem ganzen Ausmass noch nicht absehbar sind.

Inzwischen wissen wir, dass die Versäumnisse der UBS nicht nur in diesem Bereich lagen, sondern auch im Ausreizen gewagter, juristischer Konstruktionen am Rande der Legalität. Dies ist eine mögliche problematische Entsprechung von Pluto in Schütze, wenn man zu hoch hinaus will. Nicht selten schlägt in solchen Fällen der Bumerang dann zurück, wenn man es am wenigsten erwartet.

Im erwähnten Artikel wurden aufgrund der Analyse aufwühlender Ereignisse der jüngsten Geschichte der Schweiz folgende Schwachstellen im Horoskop des Landes identifiziert:

•    Einerseits ist dies die Jupiter/Lilith-Quadratur, was unter Einbezug des Chiron den Bereich von 8 – 20 Grad fix abdeckt.
•    Dann sind es die ersten Grade des veränderlichen Kreuzes mit Neptun und Mond Anfang Fische sowie der progressiven Lilith auf diesen Graden und zusätzlich seit Anfang 2008 der progressiven Sonne, die soeben ins Fischezeichen eingetreten ist. Die Problematik der Neptun-Stellung ergibt sich insbesondere aus der Tatsache, dass ihr einziger exakter Aspekt ein Quinkunx zum Mars ist.
•    Damit ist auch der nächste problematische Bereich erwähnt: Die letzten Grade der veränderlichen Zeichen mit Merkur Quinkunx Pluto und die ersten kardinalen Grade mit Mars Quinkunx Neptun und Venus Konjunktion Mars. Auf diesen Gradzahlen transitiert gegenwärtig der Pluto.

Angriffe auf das Schweizer Steuersystem sind nicht neu, und das Land erlebte solche bereits vor einem Jahr auf massive Art und Weise, insbesondere vonseiten des deutschen Finanzministers, der bereits damals „Steueroasen“ – wozu er auch die Schweiz zählte – mit „Zuckerbrot und Peitsche“ drohte. Wir rieten schon damals dazu, diese Attacken ernst zu nehmen:

Blickt man auf die astrologischen Konstellationen, sollte die Schweiz mit dem Quadrat des laufenden Pluto zu ihrer Mars/Venus-Konjunktion Anfang Waage und Spitze des 11. Hauses die Angelegenheit durchaus ernst nehmen. Wie einige gut informierte und vorausblickende Politiker und Wirtschaftsleute fordern, kann es angebracht sein, wie damals bei der Raubgold-Debatte in den neunziger Jahren, eine Taskforce zu bilden, um den Schweizerischen Standpunkt nicht nur defensiv und aus einer Verteidigungshaltung heraus zu vertreten, sondern offensiv als public-relations-wirksame Vertretung eines andersartigen Steuer- und Wirtschaftskonzeptes, das von jenem abweicht, welches von den grossen EU-Ländern hoch gehalten wird. Zweifellos werden dabei aber auch einige Kompromisse gemacht werden müssen.

Wenn man bedenkt, dass ab Ende 2009 auch Saturn Anfang Waage und ab Mitte 2010 Uranus Anfang Widder in die Figur Anfang Waage im Schweiz-Horoskop treten, steht zweifellos eine intensive Auseinandersetzung bevor, welche die nächsten zwei bis drei Jahre prägen dürfte.

Klarheit ist angesagt, um nicht in eine Opferrolle zu geraten. Dies geht auch daraus hervor, dass ab dem Beginn dieses Jahres [2008] die progressive Sonne der Schweiz auf den Radix-Neptun im Fische-Zeichen zu liegen kommt und sich danach 30 Jahre im Fische-Zeichen aufhalten wird.

Man hat leider den Eindruck, dass die Gelegenheit, aus einer souveränen Haltung heraus zu handeln, verpasst wurde. Es ist inzwischen höchste Zeit, dass die Politiker aufwachen und die Initiative übernehmen, statt sich letztlich aus einer Abwehr- und Opferhaltung vom Ausland die Leviten lesen zu lassen. Auch müssen Wege gefunden werden, um aus der toxischen Umarmung und Verstrickung mit der UBS herauszufinden. Dies ist eine prekäre und gefährliche Situation, wenn man bedenkt, dass im Falle der Schweiz die Verbindlichkeiten der Banken des Landes das Vierfache des Brutto-Inlandproduktes ausmachen. Insbesondere muss über eine Aufspaltung der UBS nachgedacht werden.




Claude Weiss, beschäftigt sich seit 40 Jahren mit Astrologie; Herausgeber der Zeitschrift ASTROLOGIE HEUTE; gründete 1978 die Astrodata AG, welche astrologische Textanalysen anbietet; Präsident des Schweizer Astrologenbundes SAB; Autor der Bücher «Horoskopanalyse» Bd.1 & Bd.2, «Pluto – Eros, Dämon und Transformation» (mit Verena Bachmann), «Karmische Horoskopanalyse», Bd.1 & Bd.2, u. a. (E-Mail: Claude Weiss)

 

zurück